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interview in Visselhövede met Angela Kirchfeld


interview mit Angela Kirchfeld, Mit Lista und Odessey von Amsterdam nach St. Petersburg

Visselhövede (aki)

2200 Kilometer beträgt die Entfernung von Amsterdam nach St. Petersburg. Eigentlich im heutigen Zeitalter mit Bus, Bahn oder Flugzeug keine Entfernung. Doch wenn man die Strecke auf einem Vierbeiner zurücklegt, sieht die Sache schon anders aus! „Wir reiten jeden Tag rund 30 Kilometer, drei Tage hinter-einander, dann ruhen wir einen Tag“, berichtet Michel Jacobs, der auf der elf-jährigen Anda-lusier Stute Lista die Strecke reitet. „„Lista“ ist spanisch und heißt „Ich bin fertig“, informiert der Holländer. Er und sein Freund Sander Paul mit dem Wallach Odessey sind seit dem 14. März von Amsterdam nach St. Petersburg unterwegs. „Der Weg führt über Berlin, Polen, den Masuren und dem Baltikum“, beschreibt Michel Jacobs die Strecke. An der Grenze Luh-amaa, ist die Veterinärstelle, wo die Tier für 21 Tage in Quaran-täne müssen, um dann für 90 Tage in Russland verweilen zu können. Warum gerade St. Petersburg? „Es ist eine geschichtsträchtige Stadt, mit besonders viel Atmosphäre. Speziell in den „weißen, langen Nächten“, da sind die Menschen besonders gut drauf“, weiß der 55-Jährige Jacobs. Der im IT-Bereich Selbständige kann es sich erlauben, für ein Jahr auszusetzen, um seinen Abenteuerurlaub zu erleben. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, meint er lachend. Sein Reiter-kollege Sander ist Sozial-pädagoge, der für ein Jahr freigestellt wurde.
Mit leichtem Gepäck (20 Kilo) geht es durch die meist grüne Landschaft. „Wir reiten drei Stunden und ruhen eine Stunde, damit die Pferde nicht überfordert werden.“ Bis jetzt haben die Wanderreiter nur positive Erlebnisse zu berichten. „Wir hatten nur an zwei Tagen Regen. Dennoch ist gute Kleidung unerlässlich. Das meiste Wasser fällt vorbei und wir haben immer sehr viele tolle Leute kennen-gelernt.“ So unter anderem auch zwei Achimer, die die Wanderer an den Reitstall Kusel verwiesen. Hier wurden sie ebenfalls herz-lich aufgenommen. „Wir leben sehr bescheiden, begnügen uns mit Suppe und Schokoriegel und schlafen meist im Stall.“ Doch gewisse Dinge vermissen die Holländer schon. „Meine drei Monate alte Enkelin fehlt mir!“, gesteht Michel Jacobs und „Der Schutz von vier Wänden, die Geborgenheit ausstrahlen.“ Doch mit Handy, I-Phon und einem Navi sind die Reiter gut aus-gestattet und auch unterwegs nicht ganz von der Zivilisation abgeschnitten. „Wir erwarten im Juli in St. Petersburg anzu-kommen. Wenn Interessierte auf unsere Homepage gehen können sie den den Behindertenverein sponsern!“ Auf der Homepage tepaardnaarsintpetersburg.nl findet man auch weitere Informationen und Fotos der Reisenden.

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